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Tesla Model 3 – Alles über den Mittelklasse-Stromer

Tesla Model 3

Von Max Beck // Aktualisiert: 03.10.2021

Das Tesla Model 3 ist der Verkaufsschlager des amerikanischen Elektroautopioniers Tesla und der Traum vieler Elektroauto-Fahrer weltweit. Seit der Markteinführung im Februar 2019 in Europa ist es in den meisten Ländern auf den vorderen Plätzen der Zulassungsstatistik zu finden. In unserer Übersicht erfährst du alle wichtigen Daten und Fakten rund um das Model 3!


Das Model 3 gehört zu den futuristischsten Autos, die du derzeit am Automobilmarkt finden kannst – und das liegt nicht nur am Elektroantrieb. Denn Tesla hat nicht nur einen innovativen Antrieb zu bieten (Elektro), sondern hat gleich das Prinzip Auto komplett neu überdacht. Tausende Schalter im Innenraum? Fehlanzeige! Durch eine radikale Reduktion im Design wird das Model 3 durch ein zentrales Display zwischen den beiden Vordersitzen dominiert, über das fast alle Fahrzeugfunktionen gesteuert werden können. Es handelt sich also fast um einen fahrenden Computer! Dabei ist die Bedienung deutlich intuitiver als in vergleichenbaren Fahrzeugen: Jeder, der schon mal ein Smartphone in der Hand hatte, wird sich mit dem Touchscreen einfach zurechtfinden. Und Entertainment bietet der riesige Bildschirm für Pausen auch reichlich, egal ob Netflix, Spotify, verschiedene Games und sogar Karaoke. Auch merkt man dem Innenraumdesign an, was Tesla in naher Zukunft vorhat: nämlich vollautonomes Fahren (Level 5). Das Lenkrad ist nicht gleichermaßen dominant wie in vergleichbaren Fahrzeugen anderer Hersteller, denn wer weiß: Vielleicht wird das Lenkrad schon in wenigen Jahren nur noch bei Bedarf verwendet, da das Auto sich komplett selbstständig durch Innenstädte und über Autobahnen bewegt? Man darf gespannt sein, was Tesla in den nächsten Jahren umsetzen wird!

Model 3 Varianten

Das Model 3 gibt es aktuell in drei verschiedenen Modellvarianten, die sich vor allem hinsichtlich des Akkus und der Leistung unterscheiden: Model 3 Standard Range Plus, Model 3 Long Range AWD und Model 3 Performance. In der folgenden Übersicht findest du die Unterschiede im Hinblick auf Leistung, Reichweite und Beschleunigung exemplarisch aufgelistet, um dir es zu erleichtern, zwischen den Modellen zu wählen:

Modell Leistung Reichweite (WLTP) Beschleunigung 0–100
Model 3 Standard Range Plus 325 PS 448 km 5,6 Sekunden
Model 3 Long Range AWD 440 PS 614 km 4,4 Sekunden
Model 3 Performance 510 PS 567 km 3,3 Sekunden

Daten und Ausstattung

Nicht unerheblich sind beim Kauf eines Autos die Maße. Passt das neue Auto überhaupt in die Garage? Finde ich damit einen Parkplatz? In der folgenden Tabelle haben wir für dich alle relevanten Maße des Tesla Model 3 aufgelistet. Darüber hinaus zeigen wir dir, wieviel das E-Auto in den verschiedenen Ausstattungsvarianten jeweils wiegt:

Modell Länge Breite Höhe Radstand Leergewicht
Model 3 Standard Range Plus 4694 mm 2088 mm 1436 mm 2875 mm 1611 kg
Model 3 Long Range AWD 4694 mm 2088 mm 1436 mm 2875 mm 1847 kg
Model 3 Performance 4694 mm 2088 mm 1436 mm 2875 mm 1860 kg

Tesla Autopilot

Standardmäßig ist im Model 3 der sogenannte "Autopilot" verbaut – ein kluges Assistenzsystem, das jedoch aktuell, entgegen der Suggestion des Namens, noch nicht in der Lage ist komplett selbstständig zu fahren. Im Grunde genommen handelt es sich um eine Kombination aus Abstandsregelung, Tempomat und Spurhalteassistent. Zwar sind alle neu gekauften Tesla-Fahrzeuge prinzipiell für das vollautonome nach Level 5 technisch ausgestattet. Dennoch müssen für die spätere Funktionalität Zusatzpakete gekauft werden. Im Tesla-Konfigurator lassen sich zwei Zusatzoptionen buchen: "Enhanced Autopilot" und "Volles Potenzial für autonomes Fahren". Der "Enhanced Autopilot" bietet Funktionen wie das "Herbeirufen": Das Auto lässt sich über die App aus nächster Nähe zu seinem Fahrer lotsen, ohne dass dieser selbst darin sitzt. Auch den Spurwechselassistent erhält man erst mit diesem Zusatzpaket. Das Paket "Volles Potenzial für autonomes Fahren" bietet zusätzlich Ampel- und Stoppschilderkennung und das Versprechen auf vollautonomes Fahren in naher Zukunft. Ob sich der Kauf dieser Zusatzpakete jeweils lohnt, lässt sich bei einer Probefahrt herausfinden. Oft benutzten Fahrer die Assistenzsysteme als nette Spielerei, benutzen sie im Alltag aber nur wenig.

Updates over the air

Das Model 3 ist ein fahrender Computer, dessen Funktionen sich über das zentrale Touchscreen einfach steuern lassen. Das Besondere: Tesla spendiert allen seinen Fahrzeugen regelmäßig Updates "over the air". Das heißt das Auto lädt über Mobilfunk bzw. WLAN nicht nur Sicherheitsupdates herunter, sondern auch stets neue Softwareversionen die ganz neue Funktionen bieten. So bleibt die Hardware, das Auto zwar gleich, kann aber stets mit den neuesten Innovationen ausgestattet werden. So verfügen aktuelle Tesla-Fahrzeuge laut dem Hersteller bereits hardwareseitig über alle Funktionen für autonomes Fahren – die Funktionalität auf Seiten der Software wird dann geladen und installiert, sobald diese in Zukunft verfügbar ist.

Farben – verfügbare Lackierungen

Tesla ist nicht gerade dafür bekannt, eine breite Auswahl an Farben bei den Lackierungen anzubieten. Dies bietet natürlich einen Vorteil für den Kunden: Die Preise sind vergleichsweise günstig, da Individualisierungen stark eingeschränkt sind. Momentan bietet Tesla das Model 3 ausschließlich in fünf Lackierungen an: "Pearl White Multi-Coat", "Solid Black", "Midnight Silver Metallic", "Deep Blue Metallic", und "Red Multi-Coat".

Felgen

Auch bei den Felgen ist die Auswahl sehr begrenzt. Du kannst im Konfiguration von Tesla zwischen 18-Zoll Aero-Felgen (inklusive) oder den kaufpreispflichtigen 19-Zoll Sport-Felgen wählen.

Innenraum – Sitze und Farben

Der Innenraum bietet ebenfalls wenig individuelle Konfigurationsmöglichkeiten: Du kannst zwischen den Farben schwarz und weiß (aufpreispflichtig) wählen. Die Farbauswahl betrifft vor allem die Sitze, je nach gewähltem Paket ändern sich aber auch Details wie die Zierleisten. Übrigens: Der Innenraum ist bei Tesla komplett vegan, d.h. es kommt kein Leder zum Einsatz.


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Preise

Die Preise variieren bei Tesla je nach Land. Dies wird beim Blick auf die folgende Tabelle mit den aktuellen Preisen von Tesla (Stand: 10/2021) sehr deutlich. Alleine zwischen Deutschland und Österreich liegt der Preisunterschied teils bei über 6.000 Euro. Dazu kommen noch unterschiedliche Förderungen der einzelnen Länder. Tesla ist auch bekannt dafür, häufig die Preise für die E-Autos zu ändern.

Modell Deutschland (exkl. Förderung) Österreich (exkl. Förderung)
Model 3 Standard Range Plus 39.990 Euro 46.100 Euro
Model 3 Long Range AWD 49.990 Euro 54.990 Euro
Model 3 Performance 54.990 Euro 59.990 Euro

Tesla Model 3 Förderung

Deutschland: In Deutschland vergibt der Staat in Kooperation mit den Herstellern die sogenannte Umweltprämie. Bei einem Neuwagenpreis bis 40.000 Euro erhältst du 9.000 Euro, bei einem Preis zwischen 40.000 Euro und 65.000 Euro 7.500 Euro Umweltprämie. Effektiv kannst du in Deutschland also ein Tesla Model 3 bereits für rund 31.000 Euro (Standard Range Plus) erwerben. Für die teurere Performance bzw. AWD Varianten erhältst du den geringeren Umweltbonus in Höhe von 7.500 Euro, d.h. die Preise verringern sich auf 42.500 Euro bzw. 47.500 Euro.

Modell Förderung Deutschland Förderung Österreich
Model 3 Standard Range Plus 9.000 Euro 5.000 Euro
Model 3 Long Range AWD 7.500 Euro 5.000 Euro
Model 3 Performance 7.500 Euro 5.000 Euro

Österreich: In Österreich gibt es vom Staat in Kooperation mit den Importeuren bis zu einem Bruttolistenpreis von 60.000 Euro einen Zuschuss von 5.000 Euro. Das Tesla Model 3 starten damit in der Alpenrepublik ab rund 41.000 Euro. Damit ist die Differenz der Preise nach Abzug der Förderung in Österreich noch größer – in Deutschland kostet des Model 3 in der Einstiegsvariante nach Abzug der Förderung satte 10.000 Euro weniger.

In der folgenden Tabelle haben wir für dich nochmal alle möglichen Förderungen je nach Modell zusammengefasst:

(Die Daten beziehen sich jeweils auf die Basisvariante. Je nach individueller Modellkonfiguration kann die Förderung auch geringer ausfallen.)

Tesla Model 3 Test

Das Model wurde von zahlreichen renommierten Fachzeitschriften wie "AUTO BILD" oder "Auto Motor und Sport" getestet. Auch zahlreiche Internetblogs und YouTuber haben das Fahrzeug ausgiebig getestet. Die Beurteilung fiel dabei zumeist sehr positiv aus. Kritisiert wird jedoch immer wieder die, vor allem im Vergleich zu deutschen Premiumherstellern wie Mercedes, Audi oder BMW, schlechte Verarbeitungsqualität. Dies betrifft vor allem Spaltmaße und Mängel an der Lackierung. Es lohnt sich also beim Autokauf bei der Fahrzeugübergabe genau hinzuschauen und etwaige Mängel zu reklamieren, auch wenn diese nur optischer Natur sind.

Tesla Model 3 Sicherheit

Das Tesla Model 3 gehört zu den sichersten Fahrzeugen der Mittelklasse. Dies belegen eindrucksvoll mehrere Crashtests einschlägiger Organisationen: So erreichte das Model 3 im EURO NCAP Crashtest nicht nur volle fünf Sterne, sondern auch einen Insassenschutz von 96% und eine Bewertung der Sicherheitsunterstützung von 94%. Damit zeigt der kalifornische Hersteller zweierlei: Durch den fehlenden Motor vorne lassen sich Elektroautos extrem sicher konstruieren, da sie über eine flexiblere Knautschzone verfügen. Und durch den konsequenten Einsatz elektronischer Helfer lässt sich das Sicherheitsniveau zusätzlich steigern. Damit war das Model 3 2019 Klassensieger im EURO NCAP Crashtest.

Geschichte des Model 3

Tesla verfährt bei der Markteinführung seiner Autos, wie die meisten anderen traditionellen Autohersteller, nach der sogenannten Top-Down-Strategie. Zunächst drängte man 2008 mit einem exklusiven Topmodel auf den Markt, bei Tesla war dies der in Kleinserien hergestellte Tesla Roadster. Danach kam 2013 das Tesla Model S auf den Markt, das bereits breitere Käuferschickten ansprach, jedoch immer noch in der Oberklasse angesiedelt war. Gleiches gilt für das Model X. Zum absoluten Bestseller entwickelte sich jedoch erst das Model 3, das als Prototyp bereits 2016 vorgestellt wurde. Dies ist kein Wunder, da das Model 3 preislich und hinsichtlich der Ausstattung in der Mittelklasse angesiedelt ist, die über ein hohes Marktvolumen verfügt. Mittlerweile ist das Tesla Model 3 das meistverkaufte Auto des kalifornischen Herstellers.

Fun Facts

Künstliches Fahrgeräusch: Aufgrund gesetzlicher Regulationen müssen Elektroautos in den USA seit 2019 und in Europa seit 2021 künstliche Geräusche erzeugen ("Acoustic Vehicle Alerting System"). Schließlich sind diese dank dem Elektromotor bei niedrigen Geschwindigkeiten nahezu geräuschlos, erst ab rund 30 km/h dominieren die Abrollgeräusche der Reifen. Wer jetzt an einen langweiligen Sound denkt wird von Tesla wie üblich überrascht: So hat Elon Musk angekündigt, dass User zukünftig den Außensound selbst konfigurieren können – im Oktober 2019 kündigte er auf Twitter etwa Geräusche von Ziegen und Furzgeräusche an... Bislang haben wir ein solches Fahrzeug allerdings noch nicht in freier Wildbahn gesichtet.

Über den Autor:

Max ist seit 2020 Geschäftsführer von emiwa. Seine Leidenschaften für Elektromobilität und Journalismus kann er in unserem hauseigenen Ratgeber perfekt ausleben. Oft findet man ihn am Wochenende bei einem Ausflug mit dem Elektroauto – am liebsten in den Bergen oder an einem See.

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