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Elektroauto-Förderung in Österreich

Geldscheine

Von Birte Leonhardt // Aktualisiert: 29.11.2021

Der Kauf eines Elektroautos wird mittlerweile in zahlreichen Staaten großzügig unterstützt, um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen. Auch in Österreich werden üppige Zuschüsse für Elektroauto-Fahrer angeboten, sowohl für die Anschaffung eines E-Autos als auch für die Errichtung von Ladeinfrastruktur. In unserem großen Ratgeber erfährst du alles, was du zur finanziellen Förderung von Elektromobilität in Österreich wissen musst!


Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die staatliche Förderung unterstützt den Kauf einer privaten Wallbox, eines Elektroautos oder auch den Kauf von anderen elektrisch angetriebenen Fahrzeugen
  • Die staatliche Förderung gilt nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Unternehmen
  • Fast jedes Bundesland hat eigene Förderprogramme, für die man sich zusätzlich bewerben kann

Bis vor wenigen Jahren war der Kauf eines Elektroautos eine teure Angelegenheit, denn die Technologie war neu und es gab keine finanzielle Unterstützung seitens der Regierungen. Dies hat sich inzwischen gewandelt, was besonders an zwei Gründen liegt. Einerseits verringern sich die Preise für Neuwagen durch die zunehmende Konkurrenz im Markt und die rasch ansteigenden Produktionsmengen teils deutlich, andererseits gibt es immer üppigere staatliche Zuschüsse zum Kauf eines Elektroautos und der Errichtung von Ladeinfrastruktur, mit denen die Käufer zum Umstieg auf E-Mobilität angeregt werden sollen. Immer mehr Länder (wie beispielsweise auch Deutschland) setzen also auf klimafreundliche Mobilität und ebnen somit den Weg für eine nachhaltigere Zukunft. Wenn du dich für den Kauf eines E-Autos oder die Errichtung einer (privaten oder öffentlichen) Ladesäule interessiert und in Österreich wohnst, solltest du dir also unbedingt im Vorhinein Gedanken über die Förderungsbedingungen und -details machen.


In einem separaten Artikel erklären wir dir alles über die Elektroauto-Förderung in Deutschland!

Staatliche Förderung von Elektroautos

Die Förderung des österreichischen Staats für E-Fahrzeuge ist nicht nur auf E-PKW festgelegt, sondern unterstützt auch die Anschaffung von E-Mopeds, E-Motorrädern, E-Lastenrädern und E-Leichtfahrzeugen. So wird sowohl die Anschaffung eines batterieelektrischen Fahrzeugs als auch die Anschaffung eines E-Autos auf der Basis der Brennstoffzelle mit insgesamt 5.000 Euro gefördert. Da allerdings Brennstoffzellenfahrzeuge im Alltag eine verschwindend geringe Verbreitung haben und es hierfür kaum Angebote am Markt gibt, steht insbesondere die Förderung batterieelektrischer Fahrzeuge im Mittelpunkt. Bei Plug-In-Hybriden beträgt die Förderung 2.500 Euro. Wenn du dich aber für den Kauf eines neuen Autos interessierst, empfehlen wir von emiwa.at die Anschaffung eines rein elektrischen Fahrzeugs. Elektroautos werden auf dem Markt immer präsenter und sind deutlich umweltfreundlicher als Plugin-Hybride. Außerdem gilt hier zu beachten: Plugin-Hybride mit einem Bruttolistenpreis von mehr als 60.000 Euro sind generell von der Förderung ausgeschlossen.

Förderung beim Kauf einer privaten Wallbox

Nicht nur die Anschaffung eines Elektroautos wird vom österreichischen Staat finanziell unterstützt, sondern auch die Lademöglichkeiten für zuhause. Denn wenn man ein E-Auto besitzt und nicht immer öffentlich laden möchte, kann man sich für sein Zuhause eine sogenannte Wallbox kaufen, so hast du die notwendige Infrastruktur direkt privat zugänglich. Zum Erwerb einer Wallbox zum Laden des Fahrzeugs gibt es eine Förderung von 600 Euro – und das sogar unabhängig vom Kauf des E-Autos. In Häusern mit mehreren Parteien steigt die Förderung sogar auf stattliche 1.800 Euro.

Förderung für Unternehmen

Da sich nicht zwangsläufig nur Privatpersonen für die Anschaffung eines Elektroautos interessieren, gibt es gesondert von den privat genutzten E-PKW ebenfalls eine Förderung für Unternehmen. Hierzu werden ebenfalls Vereine, konfessionelle Einrichtungen sowie öffentliche Gebietskörperschaften gezählt. Die E-Mobilitäts-Förderung ist hierbei nur unwesentlich geringer als die für Privatpersonen und beträgt für reine E-Autos (batterieelektrisch oder mit Brennstoffzelle) 4.000 Euro, bei Plug-In-Hybriden liegt die Förderung bei 2.000 Euro. Alle Förderungen können unter umweltförderung.at beantragt werden.

Förderung je nach Bundesland

Neben der bundesweiten Umweltförderung kann auch über fast jedes Bundesland eine Förderung für Elektromobilität beantragt werden. Die Details zu allen österreichischen Bundesländern findest du in der folgenden Übersicht!

Burgenland

Das Burgenland fördert die Anschaffung von E-PKW, E-Scootern oder E-Motorrädern. Die maximale Förderungssumme variiert hierbei je nach Fahrzeug. Bei einem Elektroauto werden bis 30%, beziehungsweise maximal 2.000€ der Kosten übernommen.

Förderung Burgenland

Kärnten


Es gibt zwar kein landesweites Förderungsprogramm für Elektromobilität, allerdings fördert die Stadt Villach Energieeffizienzmaßnahmen. Dazu gehören beispielsweise die Anschaffung von Elektrofahrzeugen. Die maximale Summe der Förderung liegt bei 4.000€.

Förderung Villach

Niederösterreich


Die Förderung bezieht sich auf E-Fahrzeuge (BEV) und Ladestationen hierfür. Dafür werden bis zu 1.800€ erstattet. Die Kosten gliedern sich hierbei in einerseits 1.000€ für Elektroautos und andererseits 800€ für den Ausbau der privaten Ladeinfrastruktur.


Förderung Niederösterreich





Oberösterreich

Gefördert wird die Infrastruktur für Elektroautos und somit E- Ladestationen für den Haushalt. E-Ladestationen mit einem Stecker vom Typ 2 und Smart-Grid beziehungsweise Smart-Home Fähigkeit werden mit maximal 40% gefördert, der maximale Betrag für die Förderung beträgt 600€.

Förderung Oberösterreich

Salzburg

Das Land Salzburg bietet zusätzlich zur Umweltförderung leider keine weiteren Förderungen für Elektromobilität an.

Steiermark


In der Steiermark gibt es zwei Förderungsprogramme. Die Anschlussförderung für E-Mobilität betrifft Elektrofahrzeuge sowie Ladestationen. Diese werden mit maximal 1.200€ bezuschusst. Da es sich um eine Anschlussförderung handelt, ist sie an die Bundesförderung gekoppelt.



Förderung Steiermark

Auch in der Steiermark werden elektronische Lastenräder mit bis zu 500€ bezuschusst. Es werden maximal 25% der Gesamtkosten übernommen.



Förderung Steiermark Lastenräder

Tirol


Auch in Tirol gibt es gleich zwei Förderungsprogramme. Hier wird ebenfalls der Ausbau der E-Ladeinfrastruktur unterstützt. Dabei sollen AC-Ladepunkte für Elektrofahrzeuge zur Verfügung gestellt werden, die sich an öffentlich zugänglichen Orten befinden. Die Kosten der Installation werden dabei komplett getragen.

Förderung Tirol

Zudem gibt es eine Förderung der E-Ladeinfrastruktur. Dort werden Kosten für neu gebaute E-Ladestationen für maximal 5.000€, beziehungsweise 50% der Gesamtpreises erstattet. Besonders ist hier, dass sie sich im TINETZ (Tiroler Netze) und an Tourismus- und Freizeiteinrichtungen befinden müssen. 



Förderung Tirol TINETZ

Vorarlberg

In Vorarlberg werden sowohl Elektroautos und die Infrastruktur hierfür als auch E-Zweiräder und E-Leichtfahrzeuge gefördert. Die Förderungssumme unterscheidet sich hierbei je nach Fahrzeug. Bei einem E-Auto liegt sie bei maximal 5.000€. Die private Ladeinfrastruktur wird mit maximal 1.800€ bezuschusst. Hierbei wird in der Summe jedoch unterschieden, wo sich die Ladestation befindet.

Förderung Vorarlberg

Wien

In Wien gibt es zwar keine gesonderte Förderung von Elektroautos, allerdings wird der Kauf von E-Lastenrädern in der Höhe von 1.000€ finanziell unterstützt. Die maximale Fördersumme beläuft sich hierbei auf 50%.

Förderung Wien


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Häufig gestellte Fragen

Es gibt sowohl Förderung vom Bund, als auch von den Bundesländern. Wie genau die Förderung aussieht, erfährst du in unserem Artikel.

Ja, nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen können Förderung vom Bund bekommen.

Über die Autorin:

Birte ist seit 2021 Redakteurin bei emiwa und unsere Expertin für den hauseigenen Ratgeber. Sie begeistert sich für nachhaltige Mobilitätslösungen, studiert Publizistik im Master und schreibt die Ratgebertexte am liebsten in einem der vielen Wiener Kaffeehäuser.

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